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Consens Consult
Unternehmens- und Personalberatung
Inh.: Steffen Strzygowski


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f. 08031 - 901 68 51

Zum Vorstellungsgespräch/Interview sollten Sie dreierlei wissen:
- Ihr äußeres Erscheinungsbild
- die Art Ihres Auftretens
- die Inhalte des Gesprächs (Was wird da gefragt?)

Das Vorstellungsgespräch: Ihr äußeres Erscheinungsbild

Gleich und gleich gesellt sich gern! Es lohnt sich also, Gemeinsamkeiten herauszustellen, auch äußerlich.
Zum Vorstellungsgespräch erscheinen Sie folglich angepasst und ansprechend. Wer hier unangenehm auffällt, weil er aus dem Raster fällt, irritiert und mindert so seine Chancen. Dies kann übrigens auch durch ein Overdressing (z. B. Manschetten, zuviel Styling) bewirkt werden!

Dass Sie nicht voller Piercings zum Vorstellungsgespräch kommen, sollte sich von selbst verstehen. Woran man sich aber auch stoßen könnte (und was auch Führungskräften nicht immer bewusst zu sein scheint), sind bspw.:

  • bei Männern: Schmuckringe, auffälliges Parfüm
  • exzentrische Frisuren oder Bärte (auch ultralange oder buschige Koteletten)
  • Bei Frauen: auffälliger Nagellack, viel Schmuck
Zu Grunde liegt die Annahme: Wer sich bei der eigenen "Gestaltung" merkwürdig oder wenig berechenbar verhält, wird dies auch im Job tun.

Und immer daran denken: Der Mensch bildet sich im Normalfall in nur 150 Millisekunden, längstens aber in 90 Sekunden, ein erstes Urteil von seinem Gegenüber. Zumindest wollen dies Hirnforscher herausgefunden haben.

 

Das Vorstellungsgespräch: Ihre kommunikative Art (wie Sie kommunizieren)

Personaler bevorzugen Kandidaten, bei denen die zwischenmenschliche "Chemie stimmt". Unbewusst wird auch hier wieder verarbeitet: Gemeinsames verbindet, Auffälliges irritiert und wird gemieden.

Was können Sie als Kandidat tun?

  • Sprechen Sie nichts Auswendiggelerntes vor, sondern nehmen Sie unauffällig und zwanglos Themen auf, die Sie und die Firma/den Personaler verbinden oder die er selbst anstößt (z. B. gemeinsame Herkunft aus dem Rheinland, Hobbies)!
  • Formulieren Sie korrekte Sätze, stammeln Sie nicht rum und vermeiden Sie Ähs, Füllwörter, Relativierungen und Phrasen ("gewissermaßen", "quasi", "ziemlich", "letztendlich", "ich sag mal")!
  • Sitzen Sie kontrolliert, nesteln Sie nicht ständig an sich herum!

Das Vorstellungsgespräch: Die Inhalte

Im Vorstellungsgespräch möchte der Personaler herausfinden, was für eine Art Kollege Sie sind bzw. sein könnten. Insbesondere möchte er sich also von Ihnen einen Vor-Ort-Eindruck verschaffen, der über den ersten Eindruck hinausgeht, den er aus Ihrer Bewerbung ja schon gewonnen hat.

Der Gesprächsverlauf besteht üblicherweise aus sieben Etappen:

  1. Aufwärmphase/Small Talk
  2. Selbstbeschreibung Ihrer Person/kurze (!) Schilderung Ihres Werdegangs
  3. Erfragen Ihrer Wechselmotivation ("Was bewegt Sie, zu uns zu kommen?")
  4. Fragen zur Passung auf die vakante Position ("Welche Erfahrungen haben Sie im Bereich ... ?" / "Über welche Kenntnisse verfügen Sie im Bereich XY?")
  5. "Welche Fragen haben Sie noch an uns/das Unternehmen?"
  6. Gehaltsrahmen
  7. Dank und Verabschiedung

Und aussehen kann dies dann so:

  1. Aufwärmphase: Am Anfang steht fast immer etwas Smalltalk. "Wie haben Sie hergefunden?" "Die A3 ist freitags meist komplett dicht." "Oliver Kahn gibt heute ja sein Abschiedsspiel, da kam man kaum durch. Sind Sie Bayern-Fan?" Dies dient dazu, Sie etwas lockerer zu stimmen; dennoch ist diese Phase außerst entscheidend: Der Mensch bildet sich im Normalfall in nur 150 Millisekunden, längstens aber in 90 Sekunden, ein erstes Urteil von seinem Gegenüber, so wollen Hirnforscher herausgefunden haben (vgl. "Ihr äußeres Erscheinungsbild").
  2. Als Einstieg in das wirkliche Vorstellungsgespräch lässt man Sie etwas von sich und Ihrem bisherigen Werdegang erzählen: "Erzählen Sie uns etwas über sich!"
  3. Es wird nachgehakt: Warum möchten Sie sich beruflich verändern?* Was waren die Gründe für Ihre Studien- bzw. Berufswahl? Wo gab es mal besondere Erfolge zu vermelden, die auf Ihr Tun zurückzuführen waren, wo hat es mal gehakt? Welche Erfahrungen konnten Sie im Bereich XY sammeln, war diese Tätigkeit eher international geprägt oder nicht? Was sind Ihre Stärken? Und was Ihre Schwächen? Was sagen andere über Sie?
  4. Dann geht es um die Position: Was wissen Sie über unser Unternehmen? Warum halten Sie sich für den Richtigen? Was erwarten Sie von uns? Wie schätzen Sie die Zukunft der Branche ein? Wie lange wollen Sie in unserem Unternehmen bleiben? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Warum sollten wir uns gerade für Sie entscheiden? In welchen Situationen haben Sie bisher am meisten gelernt und was? Welche Aufgabenschwerpunkte erwarten Sie in der neuen Aufgabenstellung? Sehen Sie sich als XY auch als Berater der Geschäftsführung?
  5. Sofern dies noch nicht Gegenstand der Bewerbung selbst war, wird auch die Frage nach dem Gehaltswunsch am Ende auftauchen
  6. Und auch auf diese Frage sollten Sie vorbereitet sein: "Welche Fragen haben Sie denn an uns?"
  7. Abschließend sendet Ihr Gesprächspartner ein Signal (bspw. ein Nicken und ein "Ja, prima"), dankt Ihnen für Ihre geopferte Zeit (erwidern Sie diesen Dank!) und begleitet Sie zur Tür. Händeschütteln. Danach dürfen Sie meist ein Weilchen auf ein Feedback warten.

Weitere denkbare Fragen könnten sein:

*Beispiel für einen schlechten Gesprächsverlauf: Auf die Frage, weshalb Sie sich beruflich verändern möchten, antworten Sie mit ein paar negativen Anekdoten aus Ihrem jetzigen Alltag ("nerviger Chef", "schlechtes Betriebsklima" etc.) und verweisen auf die stagnierende Entlohnung. Gehaltssprünge könne man ja heutzutage nur noch durch Job-Wechsel machen.

*Beispiel für einen guten Gesprächsverlauf: Auf die Frage, weshalb Sie sich beruflich verändern möchten, antworten Sie, dass Ihnen die Aufgabe inhaltlich nichts Neues mehr bietet und Ihre Versuche, im Bereich Vertrieb strategischer tätig zu werden, an Grenzen stoßen. Außerdem sei Ihnen die Firma, bei der Sie sich nun bewerben, seit Längerem durch ihre erfolgreiche Vertriebsstrategie aufgefallen.
Vorteil: Sie begründen positiv statt negativ und aus der Logik des nächsten Karriereschritts heraus. Sie wollen gestalten, daher wollen Sie in diese Position wechseln. Nicht: Die andere Firma (die den Personaler nicht interessiert) ist schlecht, sondern: "Ihre Firma reizt mich, weil ..."!

 

 

 

Quelle: www.bewerbungstipps-lebenslauf.de



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